Kommunikation

Arten der Kommunikation im antiken Griechenland

  • Veröffentlicht von Telesense Kommunikation
  • - 10. November 2016

Der Begriff Kommunikation stammt aus dem Lateinischen „communicatio“, was erst einmal nur so viel bedeutet wie „Mitteilung“. Wenn Sie an dieses Wort denken, dann wird Ihnen jedoch sicherlich sofort klar, dass es viele Möglichkeiten für den Austausch von Informationen gibt. So kann er zwischen den Menschen mündlich, schriftlich, nonverbal aber auch metaphorisch erfolgen, wie es beispielsweise schon die Epen von Homer zeigten und bis auf den heutigen Tag zeigen.

Bis heute: Die Wiege der Europäischen Kultur

Gerade was dieses Gebiet betrifft, so sagt man zu Recht, dass Griechenland die Wiege der Europäischen Kultur ist. Denn ob in mündlicher Form, zum Beispiel auf der Agora, dem zentralen Versammlungspunkt griechischer Städte, schriftlich, wie es die Werke ungezählter Philosophen, Mathematiker, Politiker und Wissenschaftler wiederspiegeln, oder in Form des noch heute weltberühmten Redners Demosthenes: Der Austausch von Meinungen, Lehren und Informationen blühte damals in diesem an berühmten Persönlichkeiten so reichen Land. Alle zu dieser Zeit bekannten Kommunikationsmittel, nämlich sowohl mündlich als auch schriftlich, wurden hier ausgeschöpft. Die Theater, in denen beispielsweise die berühmten griechischen Tragödien von Sophokles, Aischylos und Euripides aufgeführt wurden, waren nicht nur gern genutzte Plattformen zu Ehren des Weingottes Dionysos, sondern sie sollten den Zuschauern ebenso bestimmte Einsichten vermitteln.

Homer

Der Autor der „Ilias“ und der „Odyssee“, der schon in der Antike als DER Dichter schlechthin galt, schildert in seine Epen die Erlebnisse seiner Helden und setzt sie in den Kontext universeller Verbindungen. Denn die Widrigkeiten, die diese in ihrem Leben durchmachten, kombinierte er mit Geschichten über damalige Götter, die den Lesern und den Zuschauern, (seine Epen wurden in den Theatern der damaligen Zeit aufgeführt), Parallelen zu ihrem eigenen Leben aufzeigen sollten. Darüber hinaus dienten seine Epen den politisch stark gespaltenen Stämmen, ein allgemeines griechisches Selbstverständnis zu gewinnen.

Der Austausch von Botschaften

Obgleich es damals noch keine Post gab, wie wir sie heute kennen, ist die Idee des Austauschs von Botschaften seit den Ursprüngen der Menschheit bekannt. Eines der berühmtesten Geschichten des Überbringens einer solchen Botschaft ist wohl die Legende des Boten Pheidippides, der die Mitteilung des Sieges um die Schlacht bei Marathon in das circa 40 km entfernte Athen gemeldet haben soll. Nach der Überbringung soll er vor Erschöpfung gestorben sein.

Sophokles, Sokrates, Platon und Aristoteles: Kommunikation mithilfe der „Hebammenmethode“

Diese berühmten Persönlichkeiten vermittelten und vermitteln auch heute noch ganzen Generationen philosophische Weltbilder, die aktuell weiterhin diskutiert werden. Eine der berühmtesten Kommunikationsarten war die sogenannte „Hebammen- Methode“ von Sokrates, der mit seiner Art des Fragens den Gedanken seiner Schüler sozusagen „zur Geburt“ verhalf.

So gab es weit vor den modernen Kommunikationsmedien und anderen uns heute zur Verfügung stehenden technischen Möglichkeiten schon im antiken Griechenland einen regen und intensiven Austausch auf vielfältigen Gebieten.